Naturies Paradies

Kriechtiere

Die Reptilien (Reptilia Laurenti, 1768) oder Kriechtiere (lat. reptilis „kriechend“) bilden mit 9952 Arten[1] eine Klasse der Wirbeltiere am Übergang zwischen den niederen (Anamnia) und höheren Wirbeltieren (Amnioten). Als phylogenetisches Taxon, also als geschlossene Abstammungsgruppe, müssten sie auch die Vögel enthalten. In der hier wiedergegebenen klassischen Zusammenstellung(ohne Vögel) sind die Reptilien keine natürliche Gruppe, sondern ein paraphyletisches Taxon, weil sie nicht alle Nachkommen ihres letzten gemeinsamen Vorfahren enthalten. Das Taxon „Reptilien“ ist demnach nicht mehr als wissenschaftlich gültig anzusehen, sondern nur noch als eine Zusammenfassung sich morphologisch ähnelnder Tiere. Dagegen umfasst das bereits 1873 eingeführte monophyletische Taxon Sauropsida die rezenten „Reptilien“ und Vögel sowie diejenigen ihrer Vorfahren, die näher mit ihnen als mit den Säugetieren verwandt sind.

Reptilien besitzen einen Schwanz, regelmäßig gehäutete Hornschuppen-Haut und vier Beine (bei Schlangen und einigen Echsen zurückgebildet). Sie sind Lungenatmer. Reptilien legen Eier (Oviparie), gebären lebende Junge (Viviparie) oder sind eierlebendgebärend (Ovoviviparie), und sie bilden – im Gegensatz zu den Amphibien – kein Larvenstadium aus. Reptilien sind ektotherme und wechselwarme (poikilotherme) Tiere, die ihre Körpertemperatur so weit wie möglich durch Verhalten regulieren (z. B. Sonnenbaden).


Kleine Galerie der Kriechtiere
Hardun Indianerzierschildkröte Palmenviper ringelnatter

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